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Landau. Es sind Momente wie diese, die zeigen, wie viel kreative Energie im Landkreis steckt: rund 200 junge Musikerinnen und Musiker verwandelten am Dienstagabend die Bühne im Rahmen der Jugendkulturtage in ein beeindruckendes Klangmeer. Angela Pichler von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Dingolfing-Landau begrüßte das Publikum zu einem Abend, der nicht nur durch technisches Können, sondern vor allem durch die spürbare Freude am gemeinsamen Musizieren bestach. Das Programm des Chor- und Orchesterkonzerts bot dabei einen weiten Bogen von der Klassik bis zur modernen Popkultur.

 

Von barocken Klängen bis zur Filmmusik

Den instrumentalen Grundstein des Abends legten die Orchester und Ensembles. Unter der Leitung von Anton Glas präsentierte das Orchester des Gymnasiums Dingolfing eine feinsinnige Mischung aus zeitgenössischer Melancholie und Pop-Geschichte. Mit Werken von Max Richter und Vanessa Carltons „A Thousand Miles“ mit Solosängerin Susanna Zettl bewiesen die Schüler ein Gespür für Dynamik und Nuancen. Besonders wurde es, als das Streichquartett des Gymnasiums Dingolfing – besetzt mit Paulina Wiesbeck, Ylvie Thomann, Cherubina Flassig und Alina Geier – die Bühne übernahm. Ihre Interpretation von Freddie Mercurys „Bohemian Rhapsody“ zeigte, dass man für große Rock-Hymnen kein Schlagzeug braucht, wenn das Zusammenspiel der Saiteninstrumente so präzise ineinandergreift.

Einen weiteren Höhepunkt bildete die schulübergreifende Kooperation des Orchesters vom Gymnasium Landau unter der Leitung von Hedwig Steinhauser und dem Schulorchester der Realschule Niederviehbach unter der Leitung von Iris Wunderlich. Gemeinsam brachten sie Karl Jenkins’ rhythmisches „Palladio“ und schwungvolle Filmmusik wie Alan Menkens „Kingdom Dance“ sowie John Powells „How to train your dragon“ zu Gehör.

 

Die Kraft der Stimmen

Im zweiten Schwerpunkt des Abends rückte die vokale Vielfalt in den Fokus. Den Anfang machte hier der Unterstufenchor des Gymnasiums Dingolfing unter der Leitung von Mathias Plechinger, der mit Johannes Oerdings „An guten Tagen“ und Coldplays „Paradise“ eine ansteckende Leichtigkeit versprühte. Ingrid Baumann führte den großen Chor des Gymnasiums Dingolfing durch ein Programm, das von Alvaro Solers „Sophia“ bis hin zu Emeli Sandés kraftvollem „Read all about it“ reichte, bevor sie mit „Viva la Vida“ ein weiteres Mal den Nerv des Publikums trafen.

Auch die Landauer Ensembles glänzten mit stimmlicher Präsenz: Der Jungschor des Gymnasiums Landau, geleitet von Barbara Hutterer, schlug die Brücke von Stings „Englishman in New York“ über Elton Johns Disney-Klassiker „Can you feel the love tonight“ bis hin zum mitreißenden „Happy“ von Pharrell Williams. Mit Karl Jenkins’ „Adiemus“ und dem energetischen „Don’t stop me now“ setzten die Sängerinnen und Sänger des Vokalensemble des Gymnasiums Landau unter der Leitung von Laura Eckl einen musikalischen Bogen von sanft zu energiegeladen.

 

Text und Fotos: Sabrina Melis

Gymnasium Dingolfing