„Je anspruchsvoller, desto besser“- das Motto einer Gewandmeisterin

Sie stattet Stars wie Heidi Klum und Til Schweiger aus und ist in der ganzen Welt unterwegs. Die Gewandmeisterin Alexandra Brandner aus Altötting.

Am 26. November 2019 besuchte das W-Seminar „Kleider machen Leute – Mode als Spiegel des Zeitgeistes“ der Q11 unter Leitung der Lehrerin Doris Mitterer die Gewandmeisterei der 46-jährigen Theaterschneiderin und Kostümbildnerin in Altötting. Mit ihrer 25-jährigen Berufserfahrung ist diese international gefragt.

Nach dem Mittelschulabschluss holte die Schneidermeisterin ihr Abitur an der FOS nach, worauf sie im Anschluss gleichzeitig ihr Studium und die Ausbildung zur Theaterschneiderin absolvierte. Mit nur 23 Jahren eröffnete sie ihr eigenes Geschäft in Burghausen.

Vielen Dank für unglaubliche 190 Geschenke mit Herz!

Immer im November wird´s weihnachtlich am Gymnasium Dingolfing: Kinder laufen mit bunt verpackten Kartons durchs Schulhaus, im Sekretariat und im Lehrerzimmer liegen Päckchen und auf den Fensterbänken der 5.-Klass-Zimmer stapeln sich Geschenke in mehreren Reihen.

Es ist wieder Zeit für die Geschenk-mit-Herz-Aktion der Hilfsorganisation Humedica! Mit dieser schönen Tradition werden Kinder in Osteuropa beschenkt, die sonst kein Weihnachtsgeschenk erhalten würden. Meistens sind es Kinder in Waisenhäusern oder in Tagesstätten in armen Gegenden, wo die Eltern jeden Cent zum Überleben brauchen. Dementsprechend lebenspraktisch ist auch der Inhalt der Geschenke: Dinge für die Körperpflege (Shampoo, Zahnbürste, Kamm…), Dinge für die Schule (Hefte, Stifte, Radiergummi…) und Dinge zum Wärmen (Schal, Mütze, Handschuhe) müssen unbedingt hinein. Und dann Sachen, die Freude machen: Ein kleines Kuscheltier, ein Spielzeugauto – hier können auch unsere Schüler/-innen von ihren Dingen abgeben und so selbst die Freude am Schenken und Geben entdecken.
Und so schließt sich der Kreis wieder: Denn anderen eine Freude machen ist ebenso schön wie selbst ein Geschenk zu bekommen – und lässt einen den Sinn des Weihnachtsfests spüren!
Das finden jedenfalls die Helfer der Aktion – dieses Jahr haben die evangelischen Schüler/-innen der 10. Jahrgangsstufe in allen Klassen informiert und für die Aktion geworben und die 8.-Klässler haben die Päckchen zur Realschule transportiert, mit der das Gymnasium seit Jahren sehr gut zusammenarbeitet.

Geschenke mit Herz 2019


Auf diese Art wurden 190 Päckchen (und damit deutlich mehr als in den vergangenen Jahren!) befüllt, verpackt, gesammelt und transportiert.
Ein herzlicher Dank ergeht an alle Familien, die Päckchen befüllt haben und mit dieser weihnachtlichen Spende Kinder glücklich machen!

Silke Schröder

Sprache wirkt – aber wie?

Reden ist erlernbar – das ist das Credo des Rhetorik-Trainers Thomas Burger, der in der Oberstufe des Gymnasiums Tipps und Tricks zur Sprachwirkung vermittelte.

Zunächst vor den Schülern und Schülerinnen der Q11, dann vor denen der Q12, zeigte Thomas Burger mit vielen Beispielen, wann Sprache funktioniert – und wann nicht.
Denn gesprochene Sprache funktioniert anders als geschriebene: Die Sätze eines Redners müssen kürzer sein, wichtige Aspekte müssen mit rhetorischen Doppelpunkten hervorgehoben werden (Achten Sie mal auf das hier: Ich möchte Sie auf Folgendes hinweisen: 3 Punkte sind besonders wichtig:) und die Sprache muss bildlich sein. Um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhalten, ist es zudem hilfreich, wörtliche Zitate einzustreuen und Floskeln wie „ääh“, „und“, „ja“ oder „genau“ zu meiden.
Damit Sprache wirken kann, muss der Redner oder die Rednerin zudem den unbewussten Teil des Zuhörers ansprechen – also den Teil, der wichtige Entscheidungen trifft, das „Bauchgefühl“. Erreichbar ist dieser Teil über Gefühle und über Bilder. Ein Vortrag, der vorwiegend aus Daten und Fakten besteht, braucht von daher zumindest einen Einstieg, der den Zuhörer mitnimmt auf eine emotionale Reise („Stellen Sie sich folgende Situation vor…!“) oder viele Beispiele, die die Daten mit Bildern greifbar machen. Weil aber gute Rhetorik immer auch das Unbewusste im Menschen anspricht, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass sie damit auch manipulativ sein kann. Rhetorik ist wie ein Werkzeug, das in den falschen Händen großen Schaden anrichten, aber sinnvoll genutzt auch viel Gutes bewirken kann.
Wirkung von Sprache ist immer auch gekoppelt an die Wirkung von Körpersprache. Thomas Burger erläuterte drei notwendige Punkte, die ein guter Redner beachten müsse:
Zunächst die Position im Raum und die Körperhaltung. Eine mittige und aufrechte Position lenkt die Aufmerksamkeit des Publikums auf den Redner. Als zweites ist der Blickkontakt wichtig. Das Publikum muss sich wahrgenommen fühlen, selbst wenn aufgrund der Zahl der Anwesenden ein echter Blickkontakt nicht möglich ist. Und als Letztes eine gut verständliche Sprechweise, nicht zu leise und nicht eintönig.
Zum Schluss ging Thomas Burger noch auf die Bedeutung eines guten Einstiegs und von Medien ein: „You never have a second chance for a first impression“ – deshalb biete sich als Einstieg eine kurze Geschichte (Emotion! Bilder!) oder eine „Hände-hoch“-Frage an, bei der das Publikum mit eingebunden wird.
Wenn Medien bei einer Rede verwendet werden sollen, so müsse die Aufmerksamkeit der Zuhörer stets fokussiert sein: auf das Medium oder auf den Redner – beides zugleich ginge nicht. Der Redner kann also Bilder oder Diagramme einer Präsentation erläutern, sollte aber nicht lange Texte von Folien vorlesen oder zum nächsten Thema sprechen, während noch ein Bild zum vorherigen Thema sichtbar ist.
„Seien Sie nicht enttäuscht, wenn nicht alles gleich morgen klappt! Wichtig ist es, sich auf den Weg zu machen! Bereiten Sie Reden bewusst vor, achten Sie auf Ihre Körpersprache und bitten Sie andere um Feedback!“ – mit diesen Worten entließ Thomas Burger die Schüler, die sicher den einen oder anderen Tipp in den kommenden Referaten und Prüfungen beherzigen werden.

 

Groß und Klein: Partner sein! 4. Klassen der Grundschule Altstadt im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetags zu Besuch

"Das größte Vorlesefest Deutschlands" - so wird der Bundesweite Vorlesetag, der seit 2004 von der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung  organisiert wird, manchmal bezeichnet. Einen Beitrag zu diesem Vorlesefest leisteten in diesem  Jahr auch drei Klassen des Gymnasiums Dingolfing mit ihren Lehrerinnen Frau Zuchs, Frau Fischer-Döring und Frau Wagner. Drei vierte Klassen der benachbarten Grundschule Altstadt waren der Einladung zum Vorlesetag gerne gefolgt und warteten gespannt, was die Gymnasiasten für sie vorbereitet hatten. Zunächst empfing die Klasse 6b von Frau Zuchs die Klasse 4a im Leseraum. Sie trugen turbulente, witzige und dramatische Episoden aus verschiedenen Jugendbüchern gekonnt vor. Die Klasse 5d von Frau Fischer-Döring entführte ihre Partnerklasse in ihr Klassenzimmer, wo die Schüler verschiedene Stationen aufgebaut hatten. So gab es Lesetexte zur Wahl - von Harry Potter bis zum Lustigen Taschenbuch - , ein Quiz und ein Gewinnspiel.  Frau Wagners Klasse 6c wiederum empfing die Klasse 4c im Leseraum und gab Ausschnitte aus Sabine Ludwigs "Die schrecklichsten Mütter der Welt" zum Besten, denen die Grundschüler gebannt lauschten.

Allen Beteiligten, Vorleserinnen und Vorlesern sowie Zuhörerinnen und Zuhörern hat der Vormittag großen Spaß gemacht - tatsächlich ein Vorlesefest für alle!

Elisabeth Ringlstetter