Man nehme 45 gut gelaunte Schülerinnen und Schüler, drei abenteuerlustige Lehrkräfte (Herr Reif, Frau Plab und Frau Döring), ein pinkes Hostel und fünf Tage im Land der Grachten, Käseräder und Fahrräder – heraus kommt die Abifahrt 2025 der zwölften Jahrgangsstufe des Gymnasiums Dingolfing. Ziel der Reise war die niederländische Metropole Den Haag – doch die „Pink Flamingo“-Crew ließ es sich nicht nehmen, auch Amsterdam und Rotterdam unsicher zu machen.
Tag 1 – Willkommen im Flamingo-Nest
Nach einer – sagen wir – ausgedehnten Anreise bezogen wir unser Zuhause auf Zeit: das Hostel „Pink Flamingo“. Name Programm. Farbe Programm. Und: WLAN auch okay. Erste Erkenntnis: In Holland ist selbst das Unterkommen irgendwie cooler.
Tag 2 – Von Vermeer bis Miniaturwindmühle
Den Haag präsentierte sich als gelungene Mischung aus „Goldenem Zeitalter“ und moderner Großstadt. Zwischen gotischen Giebeln und glänzenden Glasfassaden erkundeten wir bei einer Stadtführung historische Highlights wie das Parlamentsgebäude, den Friedenspalast mit dem Internationalen Gerichtshof und das Mauritshuis – inklusive berühmter Werke von Rembrandt und Vermeer. Nach einer Mittagspause, in der sich jeder durch die internationale Vielfalt der Den Haager Küche probieren konnte – von Sushi bis Falafel, von Pizza bis Pad Thai – ging’s nach Madurodam, dem Mini-Holland in XXL-Detailverliebtheit. Dort lernte man nicht nur, wie die Niederlande groß in klein aussehen, sondern auch, dass sich Geschichte manchmal am besten im Maßstab 1:25 erklärt. Abends dann: freie Stadterkundung, kulinarische Experimente und der Beweis, dass Den Haag auch bei Nacht einiges zu bieten hat.
Tag 3 – Amsterdam aus der Vogelperspektive
Der nächste Tag führte uns in die Hauptstadt: Amsterdam. Erste Station: A’DAM Lookout – inklusive Schaukel auf 100 Metern Höhe. Trotz Höhenangst trauten sich auch einige Lehrkräfte (wir nennen keine Namen…) in die Lüfte. Danach: Grachtenfahrt bei Sonnenschein – selbst der Wettergott gönnte uns eine Auszeit. Zwischen Wasserwegen und schmalen Giebelhäusern entdeckten wir das Herz Amsterdams und hörten Spannendes über die Geschichte, die Traditionen – und natürlich das Anne-Frank-Haus. Der Abend stand nach der Rückkehr nach Den Haag zur freien Verfügung.
Tag 4 – Rotterdam: Hochhäuser, Würfel und Weltmeerhäfen
Auf nach Rotterdam, wo uns eine Hafenrundfahrt im größten Tiefseehafen Europas erwartete. Mit einer Fläche von über 100 km² ist er nicht nur ein logistisches Monster, sondern auch eine technische Meisterleistung. Riesige Containerschiffe, moderne Werften und beeindruckende Umschlagszahlen ließen unsere Augen größer werden als die Frachttanker. Anschließend wanderten wir zu den ikonischen Kubushäusern von Piet Blom – architektonische Kopfdrehung inklusive. Die benachbarte Markthal, bekannt für ihre futuristische Architektur und das beeindruckende Deckenfresko „Horn of Plenty“, entpuppte sich als Paradies für Foodies: von Surinam bis Syrien – alles da. Noch ein Spaziergang durch die moderne Innenstadt mit ihren Hochhäusern, dann war klar: Rotterdam ist das futuristische Pendant zum malerischen Amsterdam.
Tag 5 – Sand, Sonne und Möwenstrategie
Abschlusstag. Strandtag. Sonne satt, Wellen zum Hineinspringen, Sand zwischen den Zehen – Den Haag hat eben nicht nur Kunst und Politik, sondern auch Küste. Während einige die Zeit für Badevergnügen mit Wellenhüpfen nutzten, entwickelten andere innovative Konstruktionen wie eine lebendige Möwenfalle (mit eher begrenztem Erfolg) und opferten dafür sogar wertvolle Pizzastücke. Am Nachmittag wurde die Stadt noch einmal durchstöbert, zuckersüße Stroopwafels und würzige Käsewürfel als Souvenirs gesichert – und die letzten holländischen Leckereien in vollen Zügen genossen.
Zurück in den Alltag
Nach fünf Tagen voller Eindrücke, Lacher, kreativen Selfies und Vokabeln wie „stroopwafel“, „gracht“ und „gezellig“ trat der Tross die Heimfahrt an. Müde, etwas salzverklebt und mit verirrten Sandkörnern in den Kleidern – aber um viele Erlebnisse und Erinnerungen reicher.
Fazit:
Wenn die Möwen sich an eure Pizza erinnern, habt ihr alles richtig gemacht.
Julia Döring (OStRin)
Foto: Herr Reif

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