KVP, Karakuri, Kaizen – wie funktionieren moderne Industrieunternehmen wirklich? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Q12 des Leistungsfachs Wirtschaft und Recht, begleitet von Frau Merz, im Rahmen einer Betriebserkundung im BMW-Werk Dingolfing nach. Im Mittelpunkt stand dabei das im Unterricht erlernte betriebswirtschaftliche Wissen in einem global agierenden Unternehmen zu erleben.
Den Auftakt bildete ein informativer Vortrag, in dem Herr Bachner, Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit des BMW-Werks Dingolfing, den Schülerinnen und Schülern zentrale Kennzahlen, Strukturen und aktuelle Projekte des größten Fahrzeugwerks der BMW Group in Europa vorstellte. Derzeit zählt der Standort Dingolfing mehr als 18.500 Mitarbeitende und fertigte 2024 knapp 298.000 Fahrzeuge. Mit der Transformation des Werks zur BMW iFACTORY begegnet das Unternehmen aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen sowohl im Bereich der Digitalisierung als auch einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Produktion. Besonders aufmerksam verfolgten die Teilnehmenden in diesem Zusammenhang jene Aspekte, die für angehende Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler von besonderem Interesse waren – etwa betriebswirtschaftliche Entscheidungsprozesse und Effizienzstrategien. Großen Anklang fand die Möglichkeit sowohl allgemeine Fragen zum Vortrag als auch ganz individuelle Fragen stellen zu können. So wurde unter anderem über die Kosten eines Produktionsstillstands diskutiert – ein Szenario, das bereits im Unterricht intensiv behandelt worden war. Die Offenheit und Anschaulichkeit, mit der Herr Bachner auf alle Fragen der Teilnehmenden einging, sorgte für einen interessanten und regen Austausch und bildete eine ideale Einstimmung auf die anschließende Werksführung.
Diese bot zur Freude der Schülerinnen und Schüler einen sehr detaillierten Einblick in viele Funktionsbereiche des Unternehmens. Besonders deutlich wurde dabei, wie eng Materialbeschaffung, Logistik und Produktion miteinander verzahnt sein müssen, um hochkomplexe Fahrzeuge nach individuellen Kundenwünschen effizient fertigen zu können. Theoretische Inhalte aus dem Unterricht ließen sich hier unmittelbar wiedererkennen – ein Aha-Erlebnis für viele.
Mit einem besonderen Highlight überraschte Herr Bachner zum Ende der Führung, als er der Gruppe zwei teilweise demontierte Limousinenmodelle präsentierte. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten diese mit großem Interesse und ausgeprägter Neugier. Abgerundet wurde der Besuch mit einem kurzweiligen Austausch bei Kaffee und Zimtschnecken, bevor die Gruppe zur Schule zurückkehrte.
Ein spannender Einblick, der sicherlich allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird!
Niklas Weller, Q12 WReA
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