Am Montag, den 24.09.2018, besuchte die Klasse 10a des Gymnasiums Dingolfing mit ihrer Lehrerin Frau Mahr die Freiwillige Feuerwehr Dingolfing.
Nach der Begrüßung durch das langjährige Mitglied Werner Frühmorgen, führte dieser die Schüler in den Gruppenraum. Dort erklärte er zuerst die geschichtlichen Hintergründe der Feuerwehr, wobei die Besucher auch erfuhren, dass die FFW Dingolfing schon vor 150 Jahren gegründet wurde. Wöchentlich bietet diese verschiedenen Übungen an, unter anderem für die Jugendfeuerwehr, der man mit 14 Jahren beitreten kann, die Maschinisten oder die Atemschutzträger. Dazu kommen fast tägliche Einsätze, bei denen oft über die Hälfte der circa 40 aktiven Mitglieder beteiligt sind. Insgesamt hat die Feuerwehr Dingolfing etwa 80 Mitglieder. Danach wurde der Klasse am Modell des Brandhauses der Verlauf eines Brandes beschrieben. Besonders gefährlich ist im Ernstfall nicht das Feuer, sondern der Rauch, der sich rasend schnell ausbreitet und schon bei wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit führt. Des Weiteren wurde gezeigt, wie die Feuerwehr bei einem solchen Einsatz vorgeht. In den meisten Fällen wird ein sogenannter Lüfter eingesetzt, der in kleiner Form auch im Modell angewendet wurde. So konnte beobachtet werden, wie sich der Rauch innerhalb weniger Sekunden lichtete und schließlich komplett auflöste. Anschließend durften die Schüler die Kleidung eines/ -r Feuerwehrmanns/ -frau ansehen und sogar selbst anprobieren. Bei einem Einsatz müssen die Mitglieder die komplette Ausrüstung, darunter Helm, Schuhe, Hose, Schutzjacke und Handschuhe, innerhalb von 15 Sekunden anziehen. Schlussendlich durften die Schüler das Fahrzeughaus besichtigen. Insgesamt sind hier 15 Autos untergebracht, darunter auch ein Fahrzeug mit Drehleiter, ein Versorgungswagen und vieles mehr. Als Highlight durften die Schüler den Rettungsspreizer (siehe Bild) ausprobieren. Besonderer Dank gilt Herrn Frühmorgen für die kompetente Führung!


Julia Springer, Dorothee Heeg

Die Junior Science Olympiade (IJSO) ist ein naturwissenschaftlicher Wettbewerb, der sich an Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren richtet.  Fächerübergreifend müssen dabei Fragestellungen  aus der Biologie, Chemie und Physik bearbeitet werden. 

Kevin Keck startete im vergangenen Schuljahr zur 1. Runde, an der sich bundesweit  4500 Schüler beteiligten.  In zwei weiteren Auswahlrunden wurden die 42 besten jungen Naturwissenschaftler  Deutschlands ermittelt. Mit 13 Jahren gehört  Kevin zu den  jüngsten Bundesfinalisten und durfte vor kurzem  an der Leibniz Universität  Hannover an der letzten nationalen Runde  teilnehmen. Hier musste er sowohl theoretische Aufgaben in Biologie, Chemie und Physik lösen als auch beim Experimentieren sein Können unter Beweis stellen.
Nach drei intensiven Klausurtagen brachte der Besuch des Sealife Aquariums und der Herrenhäuser Gärten  sowie die fröhliche Stimmung beim gemeinschaftlichen Bowlen eine willkommene Abwechslung.  Mit  der feierlichen  Preisverleihung im Alten Rathaus Hannover ging eine ereignisreiche Woche zu Ende.  Kevin wurde  mit einer Silbermedaille ausgezeichnet – ein großartiger Erfolg für  den naturwissenschaftlich außergewöhnlich begabten und interessierten Schüler.

„Allrounder gesucht“, so könnte der Wettbewerb „Internationale Junior Science Olympiade“ überschrieben werden. Es können sich Schülerinnen und Schüler bewerben, die fächerübergreifend sich für Fragestellungen aus der Biologie, Chemie und Physik interessieren.
Kevin Keck und Nico Attenberger, Schüler der 7. Jahrgangsstufe, haben sich diesen Herausforderungen gestellt. In der 1. Runde bearbeiteten sie im Team experimentelle und theoretische Aufgaben rund ums Kleben. Ihre Beobachtungen, Problemlösungen sowie fachliche Hintergründe dokumentierten sie in einem ausführlichen Skript. Sie wurden für ihre Arbeit belohnt mit der Zulassung zur 2. Runde. In Form von Quizfragen wurde fachliches Wissen und logisches Denkvermögen geprüft. Unter den 345 Schülern, die es bundesweit in diese Runde geschafft haben nahmen Kevin und Nico die vorderen Plätze ein. Sie qualifizierten sich somit nicht nur für die 3. Runde, die in Form einer Klausur abgehalten wird sondern auch für die Teilnahme am Trainingscamp, das vom 3. bis 5. Mai in Regensburg stattfindet.

StDin Theresia Karl

„Molekulare Küche“ so heißt der neue Küchentrend, der vor allem in Gourmetrestaurants vertreten ist. Und genau damit beschäftigte sich die erste Runde des landesweiten Wettbewerbs „Experimente antworten“. „Darf's noch etwas mehr sein?“ So lautete das Motto zu den Versuchen, die interessierte Schülerinnen und Schüler dafür durchführen sollten. Elf Schülerinnen und Schüler aus der 5. , 6. und 8. Klasse bearbeiteten einzeln oder in Teams mit großem Eifer die beschriebenen Experimente. Mit Natriumalginat und Fruchtsirup wurden Gelkugeln hergestellt wobei ihr Verhalten u. a. in Flüssigkeiten mit unterschiedlichem Calciumgehalt untersucht werden sollte. Mit Blaukraut konnten diese Kugeln schließlich auch eingefärbt werden und so als Indikator dienen. Mit vielen Fotos und einem ausführlichen Protokoll beschrieben die Teilnehmer ihre Experimente und wurden für ihre Mühe auch belohnt.
Eine Urkunde erhielten: Petersen Anna (Kl. 5A), Philippi Thomas (Kl. 6B),
Bondarenko Elisabeth (Kl. 6 C), Girnghuber Josef (Kl. 6C), Hilgers Kilian (Kl. 6C), Simon Elisabeth (Kl. 6C), Staffler Valentin (Kl. 6C), Zeqiraj Selina (Kl. 6C) Bruckbauer Hannah(Kl. 8B), Ried Johanna (Kl 8B).
Klustrach Viktoria (Kl. 8B) und Thiara Jasmin (Kl. 8B) bekamen für ihre herausragende Leistung neben der Urkunde sogar noch ein kleines Präsent - einen Schlüsselanhänger mit 3D-Gravur.

Silbermedaillen bei der Internationalen Physik- und Chemie-Olympiade

Die deutsche Mannschaft der 48. IChO in Georgien (v. l.): Paul Rathke (Bronze), Simon Lichtinger (Silber), Leo Gitin (Bronze), Johnny Alexander Jimenez Siegert (Bronze)

Endlich am Ziel. Über ein ganzes Schuljahr hin zogen sich die Auswahlverfahren für die Internationale Chemie- bzw. Physik-Olympiade. Die jeweils vier bzw. fünf besten Jugendlichen Deutschlands in diesen Naturwissenschaften wurden dabei ermittelt.

Simon Lichtinger, diesjähriger Abiturient des Gymnasiums Dingolfing, hat es geschafft. Er war einer von fünf Schülern im deutschen Team für die Internationale Physik-Olympiade und als bundesweit bester Junior-Chemiker auch Teil der vierköpfigen Mannschaft, die Deutschland bei der Internationalen Chemie-Olympiade vertrat. Damit ist Simon der einzige junge Naturwissenschaftler im Bundesgebiet, der dieses Jahr an beiden Olympiaden teilnahm.

Nach einem abschließenden Training zusammen mit dem dänischen Team in Kopenhagen war es Mitte Juli dann soweit – an der Universität Zürich trafen sich die besten Nachwuchsphysikerinnen und –Physiker aus insgesamt 84 Ländern zur Internationalen Physik-Olympiade. In kniffligen theoretischen und praktischen Prüfungen mussten sie hier ihr physikalisches Wissen unter Beweis stellen. Ein ausgezeichnetes Rahmenprogramm mit Besuchen etwa des Paul-Scherrer-Instituts oder des CERN sowie Möglichkeiten zum kulturellen Austausch ließen diese Woche in der Schweiz sehr schnell vorrübergehen, sodass bald der Tag der feierlichen Abschlusszeremonie mit Preisverleihung gekommen war. Simon durfte für Deutschland eine Silbermedaille entgegennehmen – ein großartiges Ergebnis für den Schüler. Das deutsche Nationalteam hat sich mit insgesamt vier Silber- und einer Goldmedaille hervorragend behauptet und einen exzellenten Platz im europäischen Spitzenfeld gesichert.

Simon war jedoch nach diesen Anstrengungen keine große Verschnaufpause vergönnt, denn zwei Tage später ging es zur finalen Vorbereitung für die Internationale Chemie-Olympiade nach Kiel. In der Nacht auf den 24. Juli flog dann das deutsche Team mit ihren Betreuern nach Tiflis, Georgien. Schüler aus 73 Nationen traten an, um für eine der begehrten Medaillen zu kämpfen. In zwei fünfstündigen Klausuren mussten sie an der Universität in Tiflis ihr theoretisches Wissen und praktisches Können zeigen. Zwischen den Prüfungen wurden für die Olympioniken Ausflüge organisiert, um ihnen Land und Leute Georgiens näherzubringen. Zusätzlich konnten an gesellschaftlichen Abenden Kontakte zu Jugendlichen aus aller Welt geknüpft werden. Für Simon bot sich dabei die perfekte Gelegenheit, sich mit künftigen Studenten auszutauschen, die wie er ebenfalls im Oktober mit dem Studium an der Universität in Cambridge beginnen werden. Den Höhepunkt dieser Woche aber bildete die festlich gestaltete Preisverleihung am letzten Tag in Anwesenheit des Premierministers von Georgien und vieler Ehrengäste. Simon Lichtinger wurde als Einziger in der deutschen Mannschaft mit einer Silbermedaille ausgezeichnet – ein großer Erfolg. Für seine drei Teammitglieder aus Leipzig, Halle und Erfurt gab es jeweils Bronze.

Es ist schon eine außergewöhnliche Fähigkeit, sich in zwei Naturwissenschaften mit den Besten der Welt messen zu können und trotz alledem auch noch Zeit zu haben für andere Aktivitäten, wie z. B. Saxophon, Klavier oder Klarinette spielen.

Die Schulfamilie des Gymnasiums Dingolfing gratuliert ihrem Schüler, der mit 17 Jahren schon enorm viel erreicht hat, ganz herzlich und wünscht ihm für sein Studium alles Gute.

47 IPhO 2016 Team

Das deutsche Schülerteam der 47. IPhO in Zürich (v. l.): Kai Gipp (Silber), Sven Jandura (Gold), Arne Wolf (Silber), Christian Schmidt (Silber) und Simon Lichtinger (Silber). (Foto: S. Petersen / IPN, Kiel)