Aufgrund der Änderungen im Lehrplan der Oberstufe, in dem China nun in den Fächern Geschichte, Politik und Gesellschaft und auch Wirtschaft eine bedeutende Rolle einnimmt, wurde am Gymnasium Dingolfing der Entschluss gefasst, eine Vortragsreihe zu diesem Themenbereich anzubieten. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern sowie auch den Lehrkräften die Möglichkeit zu geben, ihre Kenntnisse zu vertiefen und ein fundiertes Verständnis für dieses einflussreiche Land zu entwickeln.
Eine wertvolle Unterstützung bot dabei das Bildungsnetzwerk China, das sich zum Ziel gesetzt hat, die China-Kompetenz an deutschen Schulen auszubauen und den Austausch zwischen jungen Menschen in Deutschland und China zu fördern. In enger Zusammenarbeit mit Kultusministerien, Hochschulen und weiteren Institutionen fungiert es als zentrale Plattform und Anlaufstelle für Schulen und Lehrkräfte.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts „Campus Connect: China“ wird derzeit ein bundesweites Hochschulnetzwerk aufgebaut, das China direkt ins Klassenzimmer bringt. Für die Region Ostbayern ist die Technische Hochschule Deggendorf Projektpartner. Unter dem Motto „Brücken bauen – Chinakompetenz für Schulen in Ostbayern“ werden vielfältige Angebote bereitgestellt.
Auch am Gymnasium Dingolfing konnten die Schülerinnen und Schüler der Q12 und Q13 von diesem Angebot profitieren: In mehreren Vorträgen im Januar und Februar 2026 erhielten sie fundierte Einblicke in die Volksrepublik China und den Kulturraum „Greater China“. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern die historische und wirtschaftliche Entwicklung Chinas anschaulich vermittelt. Zudem wurden sie für interkulturelle Unterschiede sensibilisiert und konnten ein besseres Verständnis für die Besonderheiten der chinesischen Kultur entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den aktuellen Herausforderungen, mit denen China konfrontiert ist. Darüber hinaus wurden auch gesellschaftliche Problemlagen thematisiert, etwa im Hinblick auf fehlende demokratische Strukturen, eingeschränkte Meinungsfreiheit sowie die Jugendarbeitslosigkeit.
Ein besonderes Highlight war zudem die Einladung zu einem gemeinsamen, authentischen chinesischen Essen im Restaurant „Hongkong Wok“ in Deggendorf. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei nicht nur die chinesische Küche kennenlernen, sondern erhielten im Rahmen des chinesischen Neujahrs auch einen Einblick in traditionelle Bräuche. Die Gastfreundschaft sowie die thematisch abgestimmte Speisekarte, die beispielsweise einen speziellen Reiskuchen beinhaltete, und ein kleiner Glücksbringer machten diesen Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die Veranstaltungen stellten für alle Beteiligten eine große Bereicherung dar und boten den Schülerinnen und Schülern einen spannenden, praxisnahen Zugang zu einem der bedeutendsten Länder der Welt.
Autorin: Julia Döring



veröffentlicht am 13.04.2026, F. Engleder, VAe
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