Wer kennt sie nicht, die Kleine Hexe aus dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler und ihren treuen Raben Abraxas? Wenn auch bereits 1957 erstmals im Thienemann Verlag erschienen, hat der Roman bis heute nichts von seiner Faszination verloren und hat Generationen von Lesern weltweit – der Roman wurde in 47 Sprachen übersetzt – in seinen Bann gezogen. So war es für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 ein besonderes Erlebnis, als sie kurz vor Weihnachten zusammen mit ihren Deutschlehrkräften im Rahmen der mittlerweile Tradition gewordenen Theaterfahrt der 5. Klassen die Aufführung der Bühnenfassung von John von Düffel im Regensburger Velodrom besuchen durften.

Begeistert ließen sich die Kinder ein auf das magische Spiel auf der Bühne, bietet doch die kleine Hexe eine Fülle von Identifikationsangeboten: zum Beispiel dann, wenn sie in ihrem jugendlichen Alter von nur 127 Jahren endlich die Privilegien der Großen teilen und auf dem Blocksberg tanzen will; oder wenn sie aufbegehrt gegen das ungerechte und herablassende Verhalten der altgedienten Hexen. Ungestüm widersetzt sie sich – meisterhaft verkörpert von Marianna McAven – zunächst den Regeln, begibt sich heimlich zum Blocksberg, wird erwischt und zur Strafe ihres Besens beraubt. Nur wenn sie sich ein Jahr lang als „gute Hexe“ bewährt, wird ihr die Teilnahme an der Walpurgisnacht im Folgejahr in Aussicht gestellt. Unterstützt von Abraxas, überzeugend und höchst amüsant dargestellt von Michael Zehentner, übt sie sich in der Zauberei, trotzt kleineren und größeren Malheurs, bis sie alle Zaubersprüche perfekt beherrscht und nur noch Gutes hext. Wird sie es schaffen und auf dem Blocksberg dabei sein?


Turbulent ging es zu im ausverkauften Zuschauerraum des Velodroms – im Nu ließen sich die jungen Besucher anstecken von der Spielfreude der Schauspieler, der stimmungsvollen musikalischen Umrahmung – wobei so manches Lied zum Ohrwurm taugte – und nicht zuletzt der im wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Bühnenausstattung, die beispielsweise mit einem Wald von „Hexenbesen“ aufwartete. So tauchte man ein in ein magisches Bühnenerlebnis, dessen Zauber auch bei der Rückfahrt nach Hause noch in strahlenden und begeisterten Kindergesichtern nachwirkte. Besonderer Dank gebührt dem Förderverein, der die Fahrt großzügig finanziell unterstützt hat.

Für die Deutschlehrkräfte der 5. Klassen:

Ingrid Bauer, Cathrina Baumgartner, Stephanie Eckhart, Julia Fischer, Elisabeth Rembeck, Elisabeth Ringlstetter

Hinweis: Das Foto zeigt einen Teil der Schülergruppe vor dem Velodrom in Regensburg.

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