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Die Fairtrade-AG des Gymnasiums besuchte mit Manuela Wagner den Weltladen in der Griesgasse und erhielt durch die Ladenbeauftragte Irene Weikel interessante Einblicke in die Produktionsbedingungen und die Grundsätze des Fairen Handels. So berichtete Irene Weikel über die im Laden erhältlichen Kerzen, dass sie in Ghana aus Palmöl der Handelsorganisation Serendipalm hergestellt werden, das ökologisch in Mischkultur mit Kakao und Zitrusfrüchten angebaut wird und für deren Kultivierung auch keine Waldflächen gerodet werden. Die rund 400 Mitarbeiter erhalten zwischen 25 und 30 Prozent höhere Löhne als in der Region üblich, sind kranken- und sozialversichert, erhalten Urlaub und werden im Fall von Krankheit weiter bezahlt – Dinge, die hier selbstverständlich sind, in Ländern des globalen Südens aber keineswegs. Auch die Anfertigung der Bolgakörbe, benannt nach einer Region im Norden Ghanas, in der sie, überwiegend von Frauen, geflochten werden, ermöglicht es den Menschen dort, durch einen angemessenen Lohn für den Unterhalt ihrer Familien zu sorgen und das Schulgeld für ihre Kinder zu bezahlen. Außerdem werden die Produzentinnen in die Preisbildung mit einbezogen und erhalten so eine Wertschätzung ihrer Arbeit. Hinter den beliebten Filzprodukten wie Untersetzer, Blumen, Sitzkissen und Eierwärmern steht die Organisation AKAR. Sie arbeitet unter anderem in Nepal mit einem Projekt für an Lepra erkrankte Bettler zusammen, denen so eine medizinische Versorgung angeboten werden kann und nach ihrer Heilung ein, wenn nötig, auch behindertengerechter Arbeitsplatz. So ist den Schülern klar geworden, dass sie bei den wöchentlichen Pausenverkäufen und bei den Verkaufsaktionen zum Mutter- und Vatertag nicht nur schöne Produkte anbieten, sondern sich auch aktiv für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen einsetzen und so ein aktives Zeichen setzen für Gerechtigkeit, Wertschätzung und Respekt.

Gymnasium Dingolfing