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Spannender Digitaltag am Gymnasium Dingolfing: Laura Tzanev aus dem Team des Digitaltrainers Daniel Wolff informierte Schülerinnen und Schüler über die aktuellen Trends bei der Internet- und Smartphone-Nutzung – und gab ganz konkrete Tipps für einen besseren digitalen Alltag. Dabei ging sie angesichts der rasanten Entwicklungen – sei es auf dem Gebiet Social Media oder im Bereich Künstliche Intelligenz – und der Verbreitung von Fake News und Hate Speech unter anderem den Fragen nach „Wie bewege ich mich sicher im Netz?“ oder „Welchen Informationen kann ich heute noch trauen?“.

Die Neuauflage des Digitaltags am 12.03.2026, der bereits 2018 und 2023 mit dem Medienpädagogen Daniel Wolff stattgefunden hatte, war unter anderem durch die großzügige finanzielle Unterstützung des Fördervereins und des Elternbeirats möglich. Die einzelnen Themenblöcke richteten sich an die Jahrgangsstufen 7 und 8 sowie 10 und 11. Dabei gelang es der Referentin in beeindruckender Weise, die unterschiedlichen Zielgruppen differenziert und jeweils passgenau anzusprechen und flexibel die richtigen Akzente zu setzen. Der inhaltliche Schwerpunkt für die Jahrgangsstufe 7 lag auf Tipps zur überlegten Nutzung des Smartphones. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 erhielten Reflexionsanstöße zum Thema Cybermobbing sowie zum Umgang mit Social Media und Gaming Plattformen. Für die Jahrgangsstufen 10 und 11 lag der Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz und den dadurch ausgelösten Folgen nicht nur im Hinblick auf schulisches Arbeiten, sondern hinsichtlich des eigenen Wissenserwerbs bzw. der Entwicklung der Denkfähigkeit und damit der Ausprägung zentraler personaler und fachlicher Kompetenzen. Dabei wurde deutlich: Eigenes Denkvermögen und solide Wissensgrundlagen sind unabdingbar, um Resultate von KI-Nutzung ebenso wie die Qualität und Seriosität von Nachrichten und Online-Inhalten im postfaktischen Zeitalter kritisch und zutreffend zu bewerten.

In allen Teilveranstaltungen machte die Referentin dezidiert deutlich: So hilfreich und nützlich eine reflektierte Mediennutzung auch ist und so sehr die entsprechenden Erscheinungsformen unseren Alltag und unser Leben mittlerweile prägen, so zahlreich sind auch die Gefahren, die sich hier verbergen: Suchtpotential, Konfrontation mit Gewaltinhalten oder (kinder-)pornographischen Darstellungen, Cybergrooming, Konzentrationsabfall … Umso wichtiger ist die Sensibilisierung für die enormen Risiken, denen Kinder und Jugendliche – stärker noch als Erwachsene – im Internet ausgesetzt sind. Diese Gefahren gilt es zu minimieren. Dabei sind es nicht Sanktionen und Verbote, die die gewünschte Wirkung erzielen; vielmehr ist der vertrauensvolle Austausch zwischen Kindern und Eltern sowie die begleitete Mediennutzung und Hinführung zu einem verantwortungsvollen und vernünftigen Umgang mit Medien auch im Rahmen der schulischen Medienerziehung der beste Weg, um eine reflektierte Nutzung der vielen Möglichkeiten der Online-Welt zu erreichen. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen wie die Überprüfung und Anpassung der Datenschutzeinstellungen in diversen Apps, die Sensibilisierung für riskantes Chatverhalten ebenso wie eine klare zeitliche Begrenzung der Nutzung, vor allem nachts.

Das Feedback zu allen Teilveranstaltungen zeigte, dass Laura Tzanev den richtigen Ton in den jeweiligen Zielgruppen traf und es ihr gelang, bei den Zuhörern das eine oder andere Aha-Erlebnis auszulösen.

Schulleiterin OStDin Kerstin Schieler dankte der Referentin für ihren engagierten und motivierten Einsatz und die damit verbundene Unterstützung der schulischen Medienerziehung beim Spagat zwischen zunehmender Digitalisierung und der Verankerung zentraler Komponenten von Persönlichkeitsentwicklung und schulischem Wissenserwerb. Außerdem bedankte sie sich bei Elternbeirat und Förderverein, die durch die großzügige finanzielle Unterstützung die Durchführung des Digitaltags ermöglicht hatten. Nur durch das gemeinsame An-Einem-Strang-Ziehen mit Eltern, Politik und Gesellschaft sei es der Schule möglich, sich den durch die digitalen Medien bedingten Herausforderungen bei ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag zu stellen und die Kinder und Jugendlichen zu einer mündigen Mediennutzung hinzuführen.

 

Peter Knoll und Elisabeth Rembeck

 

 

 

 

Gymnasium Dingolfing