Vom Weißen Haus bis zum Lincoln Memorial
Im Rahmen des deutsch-amerikanischen Schüleraustauschs erhielten 15 Schülerinnen und Schüler unserer Schule im September 2025 die einmalige Gelegenheit, 16 Tage lang in das amerikanische Leben einzutauchen und die Hauptstadt der Vereinigten Staaten intensiv kennenzulernen.
Am 11. September war es endlich so weit: Die Reise über den Atlantik begann! Nach rund 14 Stunden erreichten die ehemaligen Zehntklässler sicher den Flughafen von Washington, D.C. Mit dem Bus ging es direkt ins Hotel im Herzen der Stadt. Trotz der Müdigkeit ließen wir es uns nicht nehmen, noch am selben Abend das Weiße Haus zu besuchen – prachtvoll beleuchtet bot es einen eindrucksvollen ersten Blick auf das politische Zentrum des Landes.
Bereits am ersten Morgen stand ein Highlight auf dem Programm: der Besuch des Kapitols. Ein erfahrener Tourguide führte uns durch die prunkvollen Räume, erklärte historische Gemälde und Statuen und brachte uns die Entstehung und den Aufbau der amerikanischen Demokratie näher. Wir erfuhren, wie es den Vereinigten Staaten gelungen ist, trotz ihrer Größe und kulturellen Vielfalt als geeinte Nation aufzutreten. Nach einem Abstecher in die beeindruckende Library of Congress hatten wir Zeit, die Stadt selbst zu erkunden. Am Nachmittag erklommen wir schließlich das Washington Monument. Von der Spitze des 555 Fuß hohen Obelisken bot sich uns ein atemberaubender Rundblick: im Osten das Kapitol, im Westen das Lincoln Memorial und dazwischen die National Mall, die sich wie ein grünes Band durch die Stadt zieht. Nach einem Spaziergang zum Lincoln Memorial und einem Besuch des Martin-Luther-King-Memorials ließen wir den Tag entspannt an der Promenade mit ihren vielen Restaurants ausklingen.
Auch der zweite Tag begann mit einem kulturellen Höhepunkt: dem Smithsonian National Museum of African American History and Culture. Die vielfältigen Ausstellungen zu Musik, Sport und Alltagskultur gaben uns spannende Einblicke in die Geschichte und Gegenwart afroamerikanischen Lebens. Nach einer Mittagspause führte uns der Weg zum Arlington National Cemetery, dem größten Militärfriedhof der USA mit über 400.000 Gräbern. Besonders bewegend war das Grabmal des unbekannten Soldaten, das rund um die Uhr von Wachsoldaten bewacht wird. Den feierlichen Wachwechsel miterleben zu dürfen, hinterließ bei uns allen einen bleibenden Eindruck. Ebenso beeindruckend war der Besuch am Grab von John F. Kennedy, an dem eine ewige Flamme seit seiner Beisetzung brennt. Am Abend blieb noch Zeit für eigene Erkundungen: Trotz müder Füße zog es viele von uns nach Chinatown, wo ein prachtvoll verzierter Torbogen und leckeres Essen auf uns warteten.
Die Tage in Washington, D.C. boten nicht nur faszinierende Eindrücke in Politik, Geschichte und Kultur, sondern auch die Gelegenheit, als Gruppe zusammenzuwachsen. Neue Freundschaften entstanden, die im Schulalltag vielleicht nie so zustande gekommen wären. Wir lernten, uns im Alltag auf Englisch zu verständigen, lachten viel gemeinsam mit unseren Lehrkräften und sammelten Erinnerungen, die uns lange begleiten werden.
Katharina Bickmann und Sara Ajdinovic, 11B



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