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Unter dem Titel “Rocket Science and Resistance: The Role of African American Women in Science and Technology During the Period and After the End of Segregation” hat Emma Schnitzer ihre Seminararbeit im W-Seminar “A way towards better understanding each other – Intercultural communication and cross-cultural learning” unter der Betreuung von Elisabeth Rembeck verfasst.

Die Arbeit rückt zwei Pionierinnen der NASA ins Zentrum, deren Leistungen nicht nur wissenschaftlich, sondern auch gesellschaftlich prägend sind: Dorothy Vaughan, Mathematikerin in Zeiten der Rassentrennung, und Dr. Mae Jemison, die 1992 als erste afroamerikanische Frau ins All flog. An die durch das Buch und den gleichnamigen Film Hidden Figures gewonnene Sichtbarkeit schwarzer Frauen in der Raumfahrt anknüpfend, geht die Studie darüber hinaus, indem sie die beruflichen Lebenswege in unterschiedlichen historischen Kontexten systematisch vergleicht.

Sie zeigt, wie Vaughan trotz Jim-Crow-Gesetzen und massiver Hürden eine herausragende Karriere aufbaute, während Jemison in der Ära nach der rechtlichen Aufhebung der Segregation weiterhin mit Vorurteilen und subtilen Ausschlussmechanismen konfrontiert war. Beide Biografien sind durch anhaltenden Kampf gegen Rassismus und Sexismus in einem mehrheitlich weiß und männlich dominierten Technologiefeld verbunden. Die Arbeit macht tief verwurzelte strukturelle Ungleichheiten in den Bereichen Wissenschaft und Technik sichtbar, würdigt Vaughans und Jemisons bahnbrechende Leistungen und damit die Beiträge afroamerikanischer Frauen zur technologischen Entwicklung und schärft das Bewusstsein für fortbestehende Benachteiligungen.

Mit diesem kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Bezug erfüllt das Thema die Kriterien des Wettbewerbs „Beste transatlantische Seminararbeit“, der jährlich bayernweit vom Amerikahaus München ausgeschrieben und durchgeführt und vom Amerikahaus Verein e.V. unterstützt wird. Groß war die Freude bei der Verfasserin und der Seminarleiterin, als bekannt wurde, dass die Arbeit es nicht nur in die engere Auswahl geschafft hatte, sondern mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde. Damit bekräftigte die Jury die herausragende Bewertung der Arbeit, die durch die Kombination aus formaler Präzision, sprachlicher Gewandtheit, methodischer Klarheit und inhaltlicher Tiefe besticht. Bei einem feierlichen Empfang am 10. Juni 2026 im Amerikahaus in München wurde das Preisgeld in Höhe von 100,- € sowie eine einjährige Mitgliedschaft beim Amerikahaus Verein e. V. verliehen.

Ein herzliches Dankeschön ergeht an das Amerikahaus in München für seine herausragenden kulturellen Angebote – etwa Workshops, Vorträge und die Nutzung der Fachbibliothek – und für die Pflege interkultureller transatlantischer Beziehungen, auch in politisch turbulenten Zeiten.

 

Elisabeth Rembeck

Gymnasium Dingolfing