Wie sicher bewege ich mich im Internet? Was passiert mit meinen Daten? Und wie erkenne ich Gefahren im digitalen Raum? Mit genau diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Wahlkurses „Netzgänger“ des Gymnasiums mit großem Engagement und viel Verantwortungsbewusstsein. Dabei ging es nicht nur um aktuelle Themen der Medienpädagogik, sondern vor allem darum, das eigene Wissen an jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler weiterzugeben.
Die Netzgänger wurden an einem bayernweiten online-Ausbildungstag geschult und dabei von erfahrenen Netzgängern auf die Durchführung von Workshops vorbereitet. Auch zwei Schülerinnen, Emma Moßandl und Magdalena Schweikl, unserer Schule übernahmen die bayernweite Ausbildung für den Workshop „Mein digitales Ich!“. Frau Baumgartner als medienpädagogische Beratungslehrkraft für digitale Bildung an der MB-Dienststelle ist hier sowohl als Leiterin des Wahlkurses, als auch in der bayernweiten Multiplikation des Projekts beteiligt.
Noch vor den Pfingstferien wurden die Teilnehmenden selbst aktiv: An zwei medienpädagogischen Projekttagen gestalteten sie Workshops für die 5. Jahrgangsstufe. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Risiken im Netz zu sensibilisieren und ihnen wichtige Kompetenzen für einen sicheren und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Die Workshops „Mein digitales Ich!“, „Verzockt?“, „Bist du sicher?“ und „Resp@kt!“ standen dabei im Mittelpunkt. Mit praxisnahen Beispielen, interaktiven Übungen und offenen Gesprächen gelang es den älteren Schülerinnen und Schülern, die Inhalte verständlich und lebensnah zu vermitteln.
Im Juli folgen die restlichen zwei von insgesamt vier Themenbereichen. So erwerben die Fünftklässler Schritt für Schritt wichtige Grundlagen für ihre digitale Lebenswelt. Das Projekt „Netzgänger“ richtet sich an Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren und verfolgt das Ziel, Medienkompetenz nachhaltig zu stärken und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu fördern.
Besonders wertvoll ist dabei das Prinzip des Peer-Learnings: Ältere Schülerinnen und Schüler begegnen den Jüngeren auf Augenhöhe und schaffen dadurch eine offene und vertrauensvolle Lernatmosphäre. Gleichzeitig stärken die Netzgängerinnen und Netzgänger selbst ihre sozialen, kommunikativen und pädagogischen Fähigkeiten.
Und Spaß macht es natürlich auch, wenn man mit jüngeren Schülerinnen und Schülern arbeiten darf!
Emma Moßandl & Magdalena Schweikl (11c)
„Netzgänger“ zu Besuch am Förderzentrum – Sicher unterwegs im Klassenchat
Im Rahmen des Projekts „Netzgänger“ besuchten vier Gymnasiasten das Förderzentrum, um mit den Klassen 5/6 und 3/4G über den richtigen Umgang mit Gruppenchats zu sprechen. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche für einen verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren.
Unter dem Motto „WhatsUpp mit Deinem Handy?“ erklärten Magdalena Schweikl und Emma Moßandl (Klasse 11c), Emilia Selig und Magdalena Leißl (10a) auf Augenhöhe, worauf es in Klassenchats wirklich ankommt. Dabei entstand ein lebendiger Austausch, bei dem die jüngeren Schülerinnen und Schüler viele Fragen stellen und eigene Erfahrungen einbringen konnten.
Ein zentrales Thema war der respektvolle Umgang miteinander. Die Netzgänger machten deutlich: Drohungen und Beleidigungen haben in einem Klassenchat keinen Platz. Stattdessen sollte ein freundlicher und respektvoller Ton selbstverständlich sein – genauso wie im echten Leben.
Auch der Umgang mit Nachrichten wurde thematisiert. Unnötige oder ständig wiederholte Nachrichten können schnell nerven und den Überblick erschweren. Deshalb gilt: Nur das schreiben, was wirklich wichtig ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Teilnahme am Klassenchat. Grundsätzlich darf jedes Kind aus der Klasse Teil des Chats sein, doch ebenso wichtig ist: Niemand muss dabei sein. Die Entscheidung, ob man teilnehmen möchte, sollte freiwillig getroffen werden.
Für die Organisation eines Klassenchats wurde eine klare Struktur empfohlen. So kann der Klassensprecher eine Art „Chefrolle“ übernehmen, um den Überblick zu behalten und bei Problemen einzugreifen. Zusätzlich kann ein separater Chat für lustige Nachrichten eingerichtet werden, damit der eigentliche Klassenchat übersichtlich und sachlich bleibt.
Der Besuch der Netzgänger zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Medienkompetenz schon in jungen Jahren ist. Durch die verständliche und praxisnahe Vermittlung konnten die Schülerinnen und Schüler wertvolle Tipps für ihren digitalen Alltag mitnehmen.
Andrea Gregor




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