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Nach langen Planungen konnte am 11. und am 25. Februar endlich das Projekt „Meet a jew“ des Zentralrats der Juden in Deutschland bei uns am Gymnasium Dingolfing stattfinden.
Alice und Manfred hatten den weiten Weg auf sich genommen, um den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen in jeweils zwei Schulstunden einen Einblick in die Vielfalt des jüdischen Lebens in Deutschland zu geben. Dabei stand weniger die Geschichte als vielmehr der individuelle, gelebte Alltag der Referenten im Zentrum.
So konnten die Schülerinnen und Schüler, die im Vorfeld im Religionsunterricht vieles über das Judentum gelernt hatten, nun bei der direkten Begegnung mit Alice und Manfred offene Fragen klären bzw. etwas über ihren Alltag, individuelle Erlebnisse und darüber, inwiefern „Jude sein“ das Leben der beiden beeinflusst, erfahren – frei nach dem Motto: „Lasst uns miteinander statt übereinander reden.“
Mit viel Humor, natürlich fundiertem Wissen über die eigene Religion, aber auch mit ganz großer Offenheit bzgl. der eigenen religiösen Praxis und persönlichen Erfahrungen beantworteten Alice und Manfred u.a. Fragen wie
Was heißt „koscher essen“ – und hältst du dich daran?
Welche Bedeutung haben die jüdischen Feste – und was ist dein Lieblingsfest?
Wie läuft ein Gottesdienst in einer Synagoge ab, wie lange dauert er?
Wie war das Konvertieren zum Judentum?
Sind deine Eltern Juden?
Wurdest du schon mal Opfer von Antisemitismus?
Warum stehen Polizisten vor der Synagoge?
Wolltest du schon mal aus dem Judentum austreten?
Was ist dir das Wichtigste in deiner Religion?
Um ihre Erläuterungen zu veranschaulichen, hatten die beiden auch religiöse Gegenstände, wie eine Kippa oder einen Channukka-Leuchter, dabei.
Bei dem Austausch zeigten sich sowohl Alice als auch Manfred begeistert, wie viel Wissen die 9. Klassen bereits hatten und mit welchem Interesse sie der Begegnung beiwohnten.
Zuletzt sollen ein paar unserer Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen, um ihre Eindrücke des Projekts wiederzugeben:
„Ich konnte sehr viel Neues lernen und der Vortrag war sehr unterhaltsam, weil Alice sehr sympathisch war, und sie konnte alles genau erklären.“
„Sie hat viel aus ihrem eigenen Leben und aus der Sicht von manchen ihrer Freunde erzählt.“
„Man hat einen sehr guten Einblick in sein [Manfreds] Leben bekommen und wie er vom Judentum geprägt ist.“
„Auch seine Lebensgeschichte war sehr spannend.“

Fachschaften Ethik, Religion

Gymnasium Dingolfing