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Am 25. Februar tauschten rund 90 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe unseres Gymnasiums für einen Tag Klassenzimmer, Hefte und Whiteboard gegen Werkbank, Backofen und Werkzeugkoffer. Ziel war das Bildungszentrum der Handwerkskammer in Straubing – und dort ging es nicht ums Zuhören, sondern ums Mitmachen.

Schon nach kurzer Zeit war klar: Dieser Schultag würde anders werden als sonst. Statt Theorie stand Ausprobieren im Mittelpunkt. In kleinen Gruppen durften die Jugendlichen selbst tätig werden und verschiedene handwerkliche Berufe unmittelbar erleben. Viele merkten schnell, wie abwechslungsreich und kreativ praktische Arbeit sein kann.

Die Klassen durchliefen mehrere Workshops, bei denen ganz unterschiedliche Fähigkeiten gefragt waren:

  • Bau und Gestaltung: In der Bauhalle entstanden mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl eigene Mosaikbilder.
  • Lebensmittelhandwerk: Unter Anleitung formten die Schülerinnen und Schüler Brezen, backten Nussbeugerl und stellten sogar Pralinen her – mit sichtbarem Stolz über die essbaren Ergebnisse.
  • Technik und Installation: In den Werkstätten der Elektro- und Sanitärtechnik wurde geschraubt, verbunden und getestet. Eine funktionierende Klingelschaltung aufzubauen oder eine dichte Rohrleitung zu konstruieren, erwies sich als spannende Herausforderung – besonders, weil dabei Teamarbeit gefragt war.

Viele stellten fest, wie viel Konzentration und Geschick in handwerklichen Tätigkeiten steckt. Gleichzeitig machte es offensichtlich Spaß, selbst etwas herzustellen und am Ende ein greifbares Ergebnis in der Hand zu halten.

 

Der Praxistag bot vor allem eines: einen realistischen Einblick in mögliche Berufswege. Vielleicht wird am Ende nicht jede und jeder einen handwerklichen Beruf wählen – aber viele erkannten, wie attraktiv eine Ausbildung sein kann, gerade auch als Grundlage für spätere Fortbildungen oder ein anschließendes Studium.

Unabhängig von der eigenen Berufswahl blieb vor allem eines: großer Respekt vor den Fähigkeiten, der Sorgfalt und dem Können, das hinter handwerklicher Arbeit steckt. Die Rückfahrt nach Hause war deshalb geprägt von vielen Gesprächen, neuen Eindrücken – und einer deutlich gewachsenen Wertschätzung fürs Handwerk.

 

OStRin Christiane Krempl

 

Gymnasium Dingolfing