14 Stunden Busfahrt – das klingt zunächst nach einer Geduldsprobe. Doch für 38 Schülerinnen und Schüler der Q12 sowie ihre drei Lehrkräfte war schnell klar: Die lange Anreise hatte sich gelohnt. Vom 25. bis 30. Juli führte eine der diesjährigen Abifahrten an die traumhafte Côte d’Azur nach Nizza – mit jeder Menge Sonne, Kultur, gutem Essen und unvergesslichen gemeinsamen Erlebnissen.
Nach der Ankunft im komfortablen Hotel Monsigny wurde zunächst die Stadt erkundet, bevor der erste Abend entspannt ausklang. Dass Karaoke und der Strand in den folgenden Tagen zu einem festen Abendprogramm werden würden, ahnte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand.
Gestärkt durch ein hervorragendes französisches Frühstück ging es am nächsten Morgen auf eine Stadtführung durch Nizza. Mit viel Charme zeigte die sympathische Stadtführerin die schönsten Seiten ihrer Heimatstadt: die berühmte Promenade des Anglais, den vielfältigen Blumenmarkt, die verwinkelte Altstadt und den malerischen Hafen. Besonders beeindruckend war der Blick vom Schlossberg über das tiefblaue Mittelmeer und die schillernden Farben der Côte d’Azur – ein Panorama, das wohl viele Handyspeicher nachhaltig gefüllt hat.
Auch kulinarisch gab es einiges zu entdecken. Neben Pizza mit Meerblick standen natürlich auch typische Spezialitäten der Region auf dem Speiseplan. Besonders mutige Feinschmecker probierten Socca, den für Nizza typischen Fladen aus Kichererbsenmehl, während Fisch und Meeresfrüchte an der Côte d’Azur ohnehin fast überall dazugehören. Gleichzeitig zeigt sich Nizza als weltoffene Hafenstadt: Von französischer Küche bis hin zu internationalen Restaurants war für jeden Geschmack etwas dabei, und niemand musste hungrig ins Hotel zurückkehren.
Natürlich durfte auch ein Ausflug nach Monaco nicht fehlen. Nach dem Besuch des beeindruckenden Ozeanographischen Museums blieb Zeit für einen Spaziergang durch die Altstadt und einen Blick in das berühmte Casino von Monte-Carlo. Einige wagten dort eine kleine Herausforderung und stellten ihr Glück auf die Probe. Die Einsätze blieben vernünftigerweise im Rahmen. Das Fazit: Das Glück ist eben nicht jedem hold. Anschließend wartete mit der Villa Ephrussi de Rothschild ein weiteres Highlight auf die Gruppe. Die prachtvolle Belle-Époque-Villa mit ihren neun liebevoll gestalteten Themengärten und dem spektakulären Blick über das Mittelmeer bot einen eindrucksvollen Kontrast zum Trubel Monacos.
Am dritten Tag führte die Reise nach Cannes. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der berühmten Flaniermeile mit den Handabdrücken zahlreicher Filmstars ging es mit dem Schiff weiter auf die Insel Sainte-Marguerite. Dort standen Naturstrand, kristallklares Wasser und die inzwischen legendäre „Seeigel-Challenge“ auf dem Programm. Es blieb bei nur wenigen Verletzungen und vereinzelten Rettungsaktionen.
Der vierte Tag bot gleich zwei Abenteuer. Zuerst wurde das Matisse-Museum besucht, wo man, wenn man wollte, in die Welt dieses berühmten Künstlers eintauchen konnte. Danach ging es mit dem Boot hinaus aufs Meer zum Schnorcheln. Zwischen bunten Fischen, Quallen, Muränen und den angeblich gesichteten Oktopussen konnten alle die faszinierende Unterwasserwelt des Mittelmeers entdecken. Spätestens während der Bootsfahrt kam bei so manchem der Gedanke auf, wie schön ein eigenes kleines Haus an dieser Küste wohl wäre.
Auch wenn die Côte d’Azur mit ihrer landschaftlichen Schönheit und ihren Sehenswürdigkeiten beeindruckte, waren es am Ende vor allem die gemeinsamen Erlebnisse, die die Reise unvergesslich machten: die Karaoke-Abende, das Zusammensitzen am Strand, viele Gespräche und die besondere Atmosphäre der letzten großen Fahrt vor dem Abitur. Mit zahlreichen Erinnerungen, unzähligen Fotos und vielleicht dem einen oder anderen Ohrwurm aus der Karaoke-Bar kehrte die Gruppe schließlich nach Dingolfing zurück.
Lukas Reif, Brigitte Plab, Julia Döring
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