
Am 10. September 2026 war es endlich so weit: Unser großes USA-Abenteuer begann! Nach dem Flug und einem Zwischenstopp in Amsterdam hatten wir den Atlantik überquert und waren endlich im wunderschönen Washington D.C. angekommen. Obwohl die Reise ziemlich lang und der Jetlag bereits spürbar war, wollten wir natürlich keine Zeit verlieren. Also ging es direkt noch auf einen Spaziergang durch die hell erleuchteten Straßen der amerikanischen Hauptstadt.
Am nächsten Morgen starteten wir – mehr oder weniger ausgeschlafen und nach einem ordentlichen Frühstück – in Richtung Kapitol. Bei einer interessanten Führung erfuhren wir jede Menge über die amerikanische Politik und Geschichte. Danach ging es direkt weiter zur „Library of Congress“, der größten Bibliothek der Welt.

Am Abend stand Georgetown auf unserem Programm. Das historische und gleichzeitig sehr schicke Viertel begeisterte uns mit seinen schönen Häusern, kleinen Geschäften und belebten Straßen. Nach einem langen Tag konnten wir dort noch ein bisschen amerikanische Großstadtluft schnuppern.
Am nächsten Morgen hieß es wieder: Schuhe an und los! Unser erstes Ziel war der bekannte „Arlington National Cemetery“, der als Nationalfriedhof die Grabstätte für über 400.000 amerikanische Soldaten sowie zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte ist, darunter beispielsweise John F. Kennedy. Schon beim Betreten waren wir von der unglaublichen Anzahl an Grabsteinen beeindruckt, die sich in alle Richtungen endlos auszubreiten schienen.
Dort besichtigten wir auch das „Arlington House“, ein im neugriechischen Stil erbautes Herrenhaus. Es liegt oberhalb des Potomac River, direkt gegenüber der National Mall. Das Grundstück des Hauses wurde während des Sezessionskriegs als Standort für den Arlington-Friedhof ausgewählt.
Besonders beeindruckend war außerdem die Zeremonie der Kranzniederlegung am „Grab des unbekannten Soldaten“. Diese stand eigentlich gar nicht auf unserem Programm und sorgte zunächst für etwas Verwirrung, da wir nicht wussten, was es damit auf sich hatte. Umso größer war die Überraschung, als wir erkannten, dass wir zufällig einer besonderen Zeremonie zur Ehrung der gefallenen Soldaten beiwohnten.
Danach ging es wieder zur National Mall. Schon von Weitem konnten wir das Washington Monument, einen gigantischen Obelisken, erkennen, den man mit seinen 169 Metern Höhe kaum übersehen kann.
Auf unserem Weg machten wir außerdem Halt am „World War II Memorial“ und am berühmten „Lincoln Memorial“. Dort erwartete uns die fast sechs Meter hohe Statue von Abraham Lincoln. Bei dieser Größe fühlte man sich selbst plötzlich ziemlich klein.
Nach dem anstrengenden Vormittag waren wir alle sehr erschöpft und hungrig. Also ging es zunächst in die Cafeteria „Sweet Home Café“ des „National Museum of African American History and Culture“. Anschließend erkundeten wir das Museum und erfuhren viel über die Geschichte der afroamerikanischen Bevölkerung – von der Sklaverei über die Bürgerrechtsbewegung bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Themen.
Nach diesem Tag war dann endgültig klar: Washington kann man nicht einfach gemütlich erkunden, denn diese Stadt ist riesig. Mit über 30.000 Schritten hatten wir – zumindest gefühlt – einen Großteil der Stadt zu Fuß durchquert. Am Abend bekamen wir deshalb noch etwas Freizeit, um uns zu entspannen, etwas zu essen und unsere Koffer zu packen.
Denn am 13. September hieß es schon wieder Abschied nehmen. Frühmorgens machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und flogen weiter nach Cincinnati. Nach einigen – nennen wir es mal – kleinen Problemen am Flughafen kamen wir mittags schließlich glücklich bei unseren Gastfamilien an.
Aber eine Reise ohne ein bisschen Chaos wäre ja auch langweilig!

Laura Rummel
Hanna Aumüller
Maja Wolna
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