
Im Rahmen der Begabtenförderung hatten Martyna Rall und Sara Ajdinovic im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2025/2026 die Möglichkeit, einmal pro Woche Vorlesungen an der Universität Passau zu besuchen. Die beiden berichten von ihren Eindrücken und Erfahrungen.
Sara Ajdinovic
An den Unitagen gab es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder konnte man regelmäßig dieselben Vorlesungen besuchen oder in möglichst viele verschiedene Fachbereiche hineinschnuppern. Ich habe mich meist für die zweite Variante entschieden, um einen möglichst breiten Einblick in das Studienangebot zu erhalten. Einige Vorlesungen habe ich jedoch mehrfach besucht, weil sie mich besonders interessiert haben – darunter Populismus, Interkulturelle Kommunikation und Pädagogische Psychologie.
Die Unitage waren für mich nicht nur fachlich bereichernd, sondern boten auch die Gelegenheit, andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben. Obwohl die Universität zunächst sehr groß und anonym wirkt, habe ich die Studierenden als ausgesprochen hilfsbereit erlebt. Wenn man beispielsweise wegen einer Raumänderung unsicher war oder Fragen hatte, fand sich immer jemand, der weiterhalf.
Insgesamt waren die Unitage für mich eine sehr wertvolle und bereichernde Erfahrung. Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, an diesem Programm teilzunehmen.
Martyna Rall
Während des Programms fanden drei gemeinsame Treffen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt. Diese boten eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen und sich über die Erlebnisse an der Universität auszutauschen. Jede Woche besuchte ich einen Tag lang Vorlesungen an der Universität Passau.
Regelmäßig nahm ich an den Vorlesungen Grundlagen der Psychologie sowie – bis auf wenige Ausnahmen – an Polizeirecht teil. Außerdem besuchte ich einzelne Vorlesungen zur Amerikanischen Revolution sowie den Grundkurs Staatsrecht. Ursprünglich konnte ich mir gut vorstellen, später Jura zu studieren. Durch den Besuch der juristischen Vorlesungen wurde mir jedoch bewusst, dass dieses Fach doch nicht meinen Vorstellungen entspricht. Gleichzeitig haben mich die psychologischen Vorlesungen in meinem Studienwunsch bestärkt und meine Begeisterung für das Fach noch weiter gesteigert.
Auch das selbstständige Nachholen des verpassten Unterrichtsstoffs in der Schule funktionierte problemlos und bereitete mir keine größeren Schwierigkeiten. Besonders schön war außerdem, dass ich im Rahmen des Programms neue Freundschaften schließen konnte. Mit einer Teilnehmerin aus Kelheim besuchte ich jede Woche dieselben Vorlesungen. Ein weiteres Highlight war ein gemeinsames Mittagessen mit Freunden, die bereits in Passau studieren – ein Stück echtes Studentenleben, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Sara Ajdinovic, Martyna Rall und StRin Christine Ottl
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